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Wallbox + PV-Anlage. Die ehrliche Rechnung

Solarstrom selbst tanken statt für 7 ct ins Netz schenken: das ist der Hebel. Wann sich die Kombi rechnet, welche Wallbox du brauchst und was Marketing ist.

Die Rechnung in einem Bild

~30 ct/kWh
Hausstrom regulär
~7 ct/kWh
Einspeisevergütung (verschenkt)
+23 ct/kWh
Differenz pro PV-geladene kWh

Jede kWh, die statt einzuspeisen ins E-Auto fließt, ist effektiv 23 ct wert. Bei 2.000 kWh PV-Anteil im Jahr ergibt das ~460 € pro Jahr zusätzlichen Effekt. Über die normale Wallbox-Ersparnis hinaus.

Drei Wege, PV-Strom zu laden

1. Manuell laden

Du steckst tagsüber an, wenn die Sonne scheint. Funktioniert ohne Smart-Wallbox. Nachteil: kein Auto-Reglement, du verlierst, wenn Wolken kommen.

2. Statisches Solar-Laden

Wallbox mit fester Schwellen-Logik (z. B. „lade nur wenn PV > 6 kW"). Einfach, aber unflexibel. Bei Mischwetter selten optimal.

3. Dynamisches Überschussladen

Die Wallbox passt die Ladeleistung sekundengenau an den PV-Überschuss an. Realisiert via myenergi zappi, oder über externe Logik (Home Assistant + go-eCharger / EVCC + KEBA). Maximale Eigenverbrauchsquote, geringste Netzbezugskosten.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine PV-Anlage zusätzlich zur Wallbox?

Wenn du dein Dach nutzen kannst: fast immer. Eine 8-10 kWp Anlage produziert ~8.000-10.000 kWh/Jahr. Das deckt deinen E-Auto-Verbrauch (~2.000-3.000 kWh/Jahr) plus Hausstrom ab. Mit Eigenverbrauchsquote 30-50 % liegt die Amortisation der PV-Anlage bei 8-12 Jahren. Danach lädst du faktisch geschenkt.

Was ist Überschussladen?

Deine PV-Anlage produziert über Tag mehr Strom als das Haus verbraucht. Der Überschuss würde sonst für ~6-8 ct/kWh ins Netz eingespeist. Stattdessen: in dein E-Auto laden. Dort ersetzt der Strom Netzbezug à 30+ ct/kWh. Die Differenz ist deine Ersparnis pro kWh.

Welche Wallbox kann PV-Überschussladen?

Du brauchst entweder eine Wallbox mit eigener PV-Logik (myenergi zappi, KEBA mit X-Series Modulen) oder eine offene Wallbox plus externe Steuerung (go-eCharger + Home Assistant / openWB / EVCC). Die zappi ist die spezialisierteste Lösung, der go-eCharger die flexibelste. Beide funktionieren.

Brauche ich einen Stromspeicher dazu?

Hängt vom Nutzungsprofil ab. Wenn du tagsüber zu Hause arbeitest und das E-Auto in der Garage steht: Speicher unnötig, das Auto IST der Speicher. Wenn du tagsüber das Auto wegfährst und der Strom nicht direkt verbraucht wird: Speicher kann sich rechnen, kostet aber 6.000-12.000 € extra. Faustregel: erst PV + Wallbox, Speicher nur bei klarem Bedarf.

Wie viel Geld spart das gegenüber Netz-Wallbox?

Bei 12.000 km/Jahr und 50 % PV-Anteil sparst du grob 250-350 € pro Jahr zusätzlich gegenüber reinem Hausstrom-Laden. Und etwa 1.000-1.400 € gegenüber öffentlichem Laden. Über 15 Jahre PV-Lebensdauer summiert sich das.

Welche Förderung gibt es für PV + Wallbox?

Die KfW 442 (PV + Speicher + Wallbox als Kombi) ist seit Ende 2024 ausgeschöpft und nicht erneuert. Aktiv sind 2026 vor allem Landes- und Stadtprogramme. Am besten als Kombi-Antrag, weil viele Programme PV + Wallbox nur zusammen fördern.

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